Es ist 21:08 Uhr. Die Kinder schlafen, das Chaos im Wohnzimmer ist halbwegs beseitigt, und endlich hast du einen Moment für dich. Du sinkst aufs Sofa, greifst zum Handy und denkst: „Einfach mal abschalten“ Eine halbe Stunde später ist es plötzlich 21:38 Uhr, du weißt alles über die neue Kita-Debatte, hast zwei WhatsApp-Sprachnachrichten gehört, drei neue Insta-Profile gescannt und fühlst dich… nicht erholter. Eher leer. Oder schuldig. Oder einfach nur: platt.
Kommt dir bekannt vor? Dann bist du nicht allein.
Warum wir zum Handy greifen, wenn wir eigentlich Pause brauchen
Mütter sind Meisterinnen im Organisieren, im Umsorgen, im Dinge im Blick behalten. Aber echte Pausen? Die sind rar. Und wenn sie kommen, sind sie oft so kurz oder unvorhersehbar, dass der Griff zum Handy wie automatisch passiert. Kein Wunder: Das Smartphone ist immer da, fordert nichts von uns, liefert sofortige Ablenkung oder das Gefühl von Verbindung zur Welt außerhalb der Familienblase.
Aber: Erholung ist das nicht.
Der Unterschied zwischen Ablenkung und Erholung
Wenn wir scrollen, während wir erschöpft sind, passiert Folgendes: Unser Gehirn bekommt neue Reize, muss neue Infos verarbeiten, sich emotional auf Storys, News oder Probleme anderer einstellen. Das kann kurzfristig stimulierend wirken, langfristig aber müde und reizüberflutet machen.
Das Gefühl, „gar nicht wirklich Pause gemacht“ zu haben, kommt nicht von ungefähr.
Was echte Pausen brauchen
Erholung passiert nicht automatisch, sobald wir nicht arbeiten. Sie braucht Bedingungen: Ruhe. Langsamkeit. Nichts-Müssen. Und idealerweise etwas, das uns wieder mit uns selbst verbindet. Das kann ein Tee auf dem Balkon sein. Drei Minuten Musik mit geschlossenen Augen. Oder einfach still dasitzen. Klingt banal? Ist aber heilsam.
Ein liebevoller Blick auf dich selbst
Wir wollen dich in diesem Artikel nicht schämen. Im Gegenteil: Gerade als Mutter trägst du so viel. Gibst so viel. Denkst meistens zuletzt an dich selbst. Du verdienst Pausen, die dir wirklich guttun. Manchmal ist der Griff zum Handy auch genau das Richtige. Aber wenn du merkst, dass du dich danach leerer fühlst als vorher, frag dich gerne mal: Was wäre eine andere Art, mir jetzt etwas Gutes zu tun?
Kleine Impulse für deinen Alltag
1.
Mini-Auszeit statt Scrollrunde
Tausche eine abendliche Scrollrunde gegen einen bewussten „Ich-mach-nichts-Moment“. Nur für 5 Minuten.
2.
Achtsam beobachten statt automatisch handeln
Beobachte dich liebevoll: Wann greifst du automatisch zum Handy? Was brauchst du in dem Moment wirklich?
3.
Deine persönliche Erholungswunsch-Liste
Führe eine „Erholungswunsch-Liste“: Notiere dir Dinge, die dir guttun – auch wenn sie klein sind.
4.
Du bist nicht allein
Erinnere dich: Du bist nicht allein. Viele Mütter erleben genau das. Und jede bewusste Entscheidung für dich selbst ist ein Anfang.
Pausen, die wirklich erholen, sind kein Luxus – sie sind essenziell. Gerade als Mutter bist du ständig in Aktion, oft für andere. Doch echte Erholung beginnt da, wo du dir selbst wieder begegnest. Der Griff zum Handy ist verständlich – aber nicht immer hilfreich. Wenn du lernst, innezuhalten, statt weiter zu konsumieren, gewinnst du Klarheit, Ruhe und Kraft zurück. Und plötzlich ist da wieder ein bisschen mehr von dir selbst spürbar.
Das lohnt sich. Für dich. Und für alle, die von deiner Energie getragen werden.
Wenn du Lust hast, das Thema weiter zu erforschen, komm zu unserem extraMOM Retreat. Dort geht es genau um dich: deine Zeit, deine Energie, deinen digitalen Alltag – und wie du ihn liebevoll und kraftvoll gestalten kannst.