Ist deine Arbeitsbelastung zu hoch?

Gut ein viertel der Menschen in Deutschland fühlt sich häufig gestresst. Stressursache Nr. 1 ist der eigene Job (TK 2021).
Besonders Termindruck, Informationsflut, ständige Unterbrechungen und Störungen machen laut der Studie den Job zum Dauerstressor.

Die Stressreaktion als hilfreicher Mechanismus

Die Stressreaktion ist eigentlich ein hilfreicher Mechanismus im Körper, der auf biologischer Ebene alle Kräfte mobilisiert, damit herausfordernde Situationen unbeschadet bewältigt werden können. Wenn nach so einer Reaktion Regeneration – also Erholung – folgt, entwickeln wir uns dadurch sogar weiter. Folgt jedoch direkt die nächste stressige Situation oder stehen wir dauerhaft unter Stress, geraten die Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht, woraus gesundheitliche Schäden resultieren.

Die Einführung digitaler Medien

Stress nimmt nicht nur zu, die Menschen empfinden ihr Leben auch subjektiv stressiger als früher (TK 2021). Wenn wir uns anschauen, was die größte Veränderung in den letzten Jahren war, dann war das sicherlich die Einführung digitaler Medien. Natürlich wollen wir sie nicht wieder abschaffen, aber durch die Digitalisierung wurde unsere komplette Welt verändert. Unsere Arbeitsstruktur wurde aber nur minimal angepasst.

Es wird Zeit die Arbeitsweise an die Arbeitsbedingungen anzupassen!

Arbeitsbedingungen und hohe Arbeitsbelastungen hängen zusammen

Laut der Next Work Innovation Studie 2022 empfinden die Befragten ihre Arbeitsbelastung als zu hoch. Die Autor*innen gehen aber davon aus, dass nicht die Menge der Arbeitsaufgaben zu hoch ist, sondern die Menschen aufgrund von Unterbrechungen, unnötigen Meetings, Multitasking etc. unproduktiv sind und die Arbeitsmenge nicht abarbeiten können, sodass der Druck steigt und sie in Stress geraten.

Diese Arbeitsweise macht nicht nur krank sondern ist dazu auch noch höchst unproduktiv und teuer.

5 Tipps für eine gesunde Produktivität

#1

Der größte Zeitfresser: Unterbrechungen

Etabliere feste Fokuszeiten in welchen du alles von deinem Arbeitsplatz eliminierst oder ausstellst was dich unterbrechen kann. Dazu gehören das Smartphone, E-Mail-Postfach, Collaborations-Tool, Telefon, andere Programme. Setze bei Bedarf Kopfhörer auf, um wirklich konzentriert zu arbeiten.

Nimm nur an Meetings teil, die strukturiert und wirklich relevant für dich sind. Thematisiere offen, wenn du das Gefühl hast nicht anwesend sein zu müssen und lass dir ggf. erklären was du zum Meeting beitragen kannst.
-> Bist du im Meeting dabei, mache nichts nebenbei. Das zieht sehr viel Energie, die dir anschließend fehlt.

#2

Unnötige Meetings

#3

Multitasking

Multitasking ist eine der größten Mythen und zieht unendlich viel Energie. Wir können uns nicht auf zwei kognitive Sachen gleichzeitig konzentrieren. Nutze nur die Tools, die du für die jeweilige Aufgabe brauchst. Hier kommt es extrem auf deine Disziplin an, nur eine Sache auf einmal zu machen.

ENTDECKE MEHR…

Schulung zum Thema produktives digitales Arbeiten

Es herscht immer noch die Prämisse, Pausen rauben Zeit. Drehe das um: Pausen geben dir Zeit! Sie geben dir Zeit und vor allem Energie. Lege nach 60 bis 90 Minuten eine kurze Pause ein, in der du aufstehst und dich kurz bewegst. Auch zwischen Themenwechseln bietet sich eine Pause an. Du kannst dich danach viel besser konzentrieren. Tipps dazu findest du auch hier.

#4

Pausen

#5

Planung

Stress entsteht häufig, weil wir zu viele Termine und Aufgaben haben. Nimm dir zu Beginn der Woche Zeit, die ganze Woche komplett inklusive Arbeitsaufgaben, Pausen, Sport, Freizeitprogramm durchzuplanen. Plane auch Puffer für unerwartete Änderungen ein. Priorisiere deine Arbeitsaufgaben so, dass du die wichtigste zuerst erledigst. So wirst du deine Aufgaben besser bewältigen und hast trotzdem noch Energie für Freizeitaktivitäten.

Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation

An dieser Stelle wird häufig der Einwand gebracht, dass die Arbeitgebenden hier in die Verantwortung gezogen werden sollten. Das sehen wir ganz genauso. Tatsächlich liegt es aber auch stark an deiner Selbstorganisation, ob du beispielsweise mehrere Dinge gleichzeitig machst, wie effektiv du deine Pausen gestaltest oder wie häufig du auf deinem Smartphone daddelst, anstatt konzentriert zu arbeiten.
Digitales Arbeiten braucht eine neue Arbeitsgestaltung und dafür braucht es ein neues Mindset und das fängt bei jeder Person einzeln an. Das betrifft natürlich alle Personengruppen: Arbeitgebende, Führungskräfte, Beschäftigte, Auszubildende etc.

Gemeinsam ensteht dann eine gesunde, produktive digitale Arbeitskultur!

extra Impuls
einmal im Monat

Du hast Lust auf Denkanstöße und möchtest über neue Blogartikel informiert werden?
Wir schicken dir zweimal im Monat unsere neusten Ideen, Artikel und Inspirationen per Mail.

*Pflichtfeld. Die Angabe deines Vornamens ist freiwillig und dient nur der persönlichen Ansprache in den E-Mails. Du kannst dich natürlich jederzeit über einen Link in den E-Mails wieder austragen. Weitere Informationen zur Verarbeitung deiner Daten findest du in unserer Datenschutzerklärung.

Consent Management Platform von Real Cookie Banner