Spazierengehen baut Stress ab. Aber nicht nur das: Beim Spazieren passieren gleich mehrere Vorgänge im Körper, weshalb ein kurzer Spaziergang bereits einen großen Einfluss auf unser Befinden haben kann.
Die Wirkung von Spazieren im Körper
Gehirn
In deinem Gehirn wird durch die Bewegung der Sauerstoffaustausch in den Zellen angeregt, wovon auch deine Denkleistung profitiert.
Bewegungsapparat
Dein gesamter Bewegungsapparat mit Muskeln, Sehnen, Bändern sowie deine Organe werden stimuliert.
Augen
Deine Augen können draußen mit dem Blick in die Ferne entspannen und werden mit Sauerstoff versorgt.
Herz
Durch das Gehen wird die Pumpleistung deines Herzens verbessert und dein Kreislauf kommt in Schwung.
„Gehen ist das richtige Tempo zum Denken und Verarbeiten.”
~Spaziergangforscher, Bertram Weisshaar ~
Positiver Einfluss von regelmäßigen Spaziergängen
Neben dem Abbau unseres Stresshormons Cortisol heben regelmäßige Spaziergänge die Stimmung, stärken das Immunsystem, können psychische Erkrankungen (z.B. Depression) vorbeugen und steigern die Kreativität.
Besonders im vollen Arbeitsalltag kann ein kurzer Spaziergang (10-20 Minuten) wahre Wunder bewirken. Denn zu den positiven Eigenschaften des Gehens, hat die frische Luft mit ihrem Sauerstoffanteil eine energetisierende Wirkung auf unser Gehirn. Das Tageslicht kurbelt die Bildung von Serotonin – unserem Stimmungsaufheller – an und die Pflanzen, an welchen wir womöglich vorbei spazieren, wirken sich zusätzlich positiv auf unseren Stresspegel aus.
Schnelles Runterkommen im Alltag
Um im stressigen Alltag bewusst runterzukommen kann dir folgende Methode helfen:
Achte beim Gehen auf deinen Atem und gehe im selben Rhythmus wie dein Atem. Variiere in der Geschwindigkeit, aber bleibe stets im selben Rhythmus. Wenn du abschweifst, lenke den Fokus zurück auf den Atem. Fällt es dir schwer bei deinem Atem zu bleiben, kannst du alternativ auch bei jedem Schritt „Schritt“ denken. Behalte auch hier den Fokus.
Diese kleine Gehmeditation hört sich sehr banal an, kann aber eine große Wirkung auf dein Befinden haben. Häufig wirbeln viele Gedanken gleichzeitig durch unseren Kopf und wir wissen gar nicht woran wir als erstes Denken sollen. Der Fokus beim Gehen auf den Atem oder das bewusste Denken von „Schritt“ bringt Ruhe in deine aufgewühlte mentale Welt und hilft dir deine Aufgaben anschließend deutlich entspannter und konzentrierter zu bewältigen.
Probiere es einfach mal aus. Es bekommt ja keiner mit, was du denkst, während du durch den Park oder die Straßen spazierst 😉.